Offener Brief zu Covid19 und der Situation von Menschen ohne Krankenversicherung an die Landesregierung Baden-Württembergs

Die Covid-19-Pandemie stellt eine Gefahr für die Gesundheit aller Menschen dar. Besonders hart trifft sie aber jene, die schon zuvor keinen ausreichenden Zugang zu Gesundheitsversorgung hatten, sei es, weil sie keine Krankenversicherung oder überhaupt keine Papiere haben.

Hier werden bestehende Versorgungsdefizite offengelegt und durch die Gefährdung der wenigen vorhandenen, überwiegend ehrenamtlichen Hilfsangebote weiter verschärft. Um die Gesundheit der betroffenen Patient*innen, ebenso wie die der gesamten Bevölkerung, zu erhalten und zu schützen, sehen wir daher akuten Handlungsbedarf.

Zusammen mit allen Medinetzen Baden-Württembergs (Freiburg, Karlsruhe, Rhein-Neckar, Tübingen und Ulm) und 41 weiteren Unterzeichnern haben wir einen offenen Brief an die Landesregierung verfasst, in dem wir – zumindest für die Zeit von Corona – die Einführung eines anonymen Krankenscheins fordern. Hier geht es zu dem Brief: Offener_Brief_Medinetz_Covid19 .

Sprechstunde im DRK-Übernachtungsheim ist bis auf Weiteres ausgesetzt

Da die Sprechstunde momentan aufgrund von Corona ausfallen muss, können Sie uns nur telefonisch (+49 (0)1577 0377991) oder per email (kontakt@medinetz-ulm.de) erreichen.

Hier finden Sie Informationen zu dem Coronavirus in verschiedenen Sprachen: https://admin4all.eu/news/covid-19-information-leaflet-for-migrant-population/

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge für geflüchtete Kinder, Jugendliche und Heranwachsende stellt auf der Sonderseite „Informationen zum Coronavirus für Geflüchtete und Fachkräfte“ Hier finden sich auch bebilderte Informationen über die Aufklärung zu Symptomen und Prävention in 14 Sprachen.

Regionalversammlung der Medinetze in Baden-Württemberg am 11.1.2020 in Tübingen

Am 11.1.2020 war die Regionalversammlung der Medinetze in Baden-Württemberg. Mit Vertretern aus Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Tübingen hatten wir einen sehr interessanten und lebhaften Austausch über unsere Arbeit!
Laura Gudd vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg gab uns zudem in einem kurzweiligen Vortrag einen Einblick in die verschiedenen Stufen des Asylverfahrens und des Aufenthaltsstatus‘ von Geflüchteten.

Vielen Dank an das Medinetz Tübingen e.V. für die Einladung und tolle Bewirtung! Wir freuen uns auf das nächste Mal!

Regionalversammlung der Medinetze Freiburg, Rhein-Necker, Tübingen und Ulm

Neuer Vorstand gewählt

Das Medinetz Ulm hat einen neuen Vorstand! Alle zwei Jahre wird neu gewählt und nachdem Maren Woestmann schon im Frühjahr für Julia Langelittig aufgerückt war, lösten bei der regulären Mitgliederversammlung im November Charlotte Daub und Paul Nickel Svenja Feldmann und Robin Schöttke ab. Wir möchten dem alten Vorstand an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für seine Arbeit aussprechen. Ohne die Arbeit des alten Vorstandes wäre der Verein lange nicht so gut aufgestellt, wie es jetzt der Fall ist.

Wer dieses Jahr noch das Medinetz näher kennenlernen möchte, kann den nächsten Donnerstag nutzen um in unsere Mitgliederversammlung um 19 Uhr in H9 kommen – herzliche Einladung!

Der neue Vorstand des Medinetzes: Charlotte Daub, Maren Woestmann und Paul Nickel (von links)

Keine (gute) Karte – Podiumsdiskussion des Medinetzes am 22.10.19

Markus T., 57 Jahre alt, verspürt schon seit einigen Wochen Schmerzen im Brustkorb, auch das Treppensteigen fällt ihm schwer. Er bekommt auf einmal so schlecht Luft. Herr T. vereinbart einen Termin in einer nahegelegenen kardiologischen Praxis, weil ihm das von einem Freund geraten wurde. „Dann bräuchte ich bitte einmal Ihre Versicherungskarte“, sagt die Sprechstundenhilfe. Schulterzucken. Markus T. wird gebeten zu gehen. Er ist nicht versichert und wird mit seinen Beschwerden allein gelassen.

Dass ein solches Szenario in Deutschland keine Seltenheit ist, halten viele Menschen nicht für möglich. Die allgemeine Gesundheitsversorgung wird als selbstverständlich angesehen, die KV-Karte als Schlüssel zu umfassender medizinischer Versorgung.
Die Gründe für einen fehlenden Versicherungsschutz sind vielfältig. In einer oft ausweglosen Lage befinden sich auch Menschen ohne gültige Papiere.

Doch was sind die Hintergründe dieser Problematik? Was sagt die Politik dazu und welche Maßnahmen kann man ergreifen, um in Zukunft die „(gute) Karte“ für jeden zu sichern?

Dazu veranstaltet des Medinetz Ulm e.V., dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich ehrenamtlich um Menschen ohne Krankenversicherung kümmert, ein Podiumsgespräch am 22.10.2019 um 19 Uhr im Club Orange.
Die politischen Positionen werden vertreten durch Hilde Mattheis, Bundestagsabgeordnete der SPD und Petra Krebs, Landtagsabgeordnete in Baden-Württemberg für Bündis90/Die Grünen und gesundheitspolitische Sprecherin. Zudem diskutieren Dr. med. Christopher Wolf, Frauenarzt in Ulm und Robin Schöttke aus dem Vorstand des Medinetz Ulm e.V.

Der Eintritt ist frei.

Keine gute Karte- Podiumsdiskussion des Medinetzes 22. Oktober 2019 anlässlich des 10-järigens Bestehens des Medinetzes

 

MediFonds e.V. wählt neuen Vorstand und zieht Bilanz

MediFonds e.V. wählt neuen Vorstand und zieht Bilanz

Die in ganz Deutschland ansässigen Mitglieder des MediFonds e.V. kamen am Samstag, den 3.8.2019, in Ulm zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung zusammen. Dabei wurde Robert Klunker aus Jena, seit der Gründung des Vereins vor drei Jahren Mitglied des Vorstands, in eben diesem bestätigt. Neu in den zweiköpfigen Vorstand gewählt wurde Lukas Drewes aus Magdeburg.

Die Mitgliederversammlung zeigte sich mit Verlauf und Entwicklung des letzten Geschäftsjahres zufrieden; so sind inzwischen bundesweit 15 Medinetze und Medibüros in dem Verein organisiert. Besonders erfreut zeigte sich Robert Klunker jedoch darüber, dass durch die Arbeit des Vereines auch im vergangenen Jahr wieder Menschen zu medizinisch notwendigen Behandlungen verholfen werden konnte, die ansonsten auf sich allein gestellt oder unterversorgt geblieben wären. „Leider ist es noch immer so, dass viele Menschen auf Hilfe durch ehrenamtlich organisierte Vereine schlichtweg angewiesen sind. Der MediFonds leistet hier einen wichtigen Beitrag.“, so Klunker.

Der MediFonds e.V. ist ein Zusammenschluss verschiedener M edinetze, der vor allem dann tätig wird, wenn die Komplexität oder Finanzierung eines Patientenfalles die Ressourcen einer lokalen Anlaufstelle übersteigt. Die 38 Medinetze und Medibüros sind bundesweit zu findende, lokal organisierte Anlaufstellen, die sich um die Versorgung von Menschen kümmern, die vom Gesundheitssystem benachteiligt oder ausgeschlossen sind. Das Medinetz Ulm e.V. ist ein Gründungsmitglied des MediFonds e.V..

Interview zur Arbeit des Medinetzes Ulm e.V. in der Campuswelle Ulm

Vergangenen Monat gaben Maren Woestmann und Paul Nickel der Campuswelle Ulm, dem Ulmer Uniradio, ein Interview zu der Arbeit des Medinetzes. Hören Sie in die 142. Sendung der Campuswelle rein und gewinnen Sie einen Eindruck von der Arbeit des Medinetzes! Hörenswert:)!

Näheres zur Sendung ist auch hier zu finden: https://campuswelle.uni-ulm.de/…/sendung-142-sprichwoerter…/ .

Medinetz auf der SoNaFe und beim Klangkostenfestival vertreten

Dieses Wochenende kann man das Medinetz Ulm e.V. gleich zweimal in Aktion erleben:
Am Donnerstag betreuen wir von 21 Uhr bis tief in die Nacht auf der Ulmer Uniparty SoNaFe (https://www.facebook.com/SoNaFeUlm/)
den Dosenwurfstand, am Samstag sind wir im Rahmen des Festivals Contre le Racisme (https://www.fclr-ulm.de/2019) von 12-20 Uhr auf dem Klangkostfestival auf dem südlichen Münsterplatz vertreten und bieten leckere Suppe an!

Stand des Medinetz Ulm e.V. beim Klangkostfestival

Schaut doch vorbei – wir freuen uns, den ein oder anderen von Euch zu sehen!

Maren Woestmann ist neues Vorstandsmitglied des Medinetz Ulm e.V.

Maren Woestmann ist neues Vorstandsmitglied des Medinetz Ulm e.V.

Seit letzter Woche ist es amtlich: Das Medinetz Ulm e.V. hat ein neues Vorstandsmitglied. Nachdem Julia Langelittig aus persönlichen Gründen von ihrem Vorstandsamt zurücktrat, freuen wir uns Maren Woestmann als ihre Nachfolgerin begrüßen zu dürfen. Sie ist jetzt bis zur nächsten Vorstandswahl in diesem Dezember gewählt.
(Auf dem Bild die derzeitigen Vorstandsmitglieder, von links nach rechts: Maren Woestmann, Svenja Feldmann und Robin Schöttke)

Ärzte und (Förder)Mitglieder gesucht!

In Ulm und um Ulm und um Ulm herum werden zur Unterstützung gesucht:

ÄRZTE: insbesondere Gynäkologen – Dermatologen – Zahnärzten

MITGLIEDER: Fördermitglieder  – aktive Mitglieder

denn viele Menschen, die in Deutschland ohne Papiere leben, haben keinen Zugang zur medizinischen Versorgung. Nehmen Menschen ohne Papiere Gesundheitsleistungen in Anspruch, droht ihnen in vielen Fällen die Meldung an die Ausländerbehörde und damit persönliche Konsequenzen, bis hin zur Abschiebung.

Gesundheit ist ein Menschenrecht! Der Verein Medinetz Ulm – eine Initiative von Medizinstudierenden – bietet in Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten aus der Region in Ulm eine Sprechstunde für Menschen ohne Papiere und/oder ohne Krankenversicherung an, die auch anonym genutzt werden kann.

Das Medinetz Ulm ist auch überregional vernetzt in der Bundesarbeitsgruppe Gesundheit / Illegalität, die mit einem aktuellen Arbeitspapier Überblick über rechtliche Möglichkeiten und regionale Praxisansätze gibt: Arbeitspapier BAG Gesundheit/Illegalität.pdf

Wenn Sie Interesse an einer ärztlichen Kooperation haben, finden Sie hier Informationen für Ärzte.

Haben Sie Lust bei uns mitzuarbeiten oder wollen ein Fördermitglied werden? Hier finden Sie weitere Informationen . Wenn Sie direkt spenden oder Mitglied werden möchte, werden sie hier fündig.

Bei Fragen zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren:

kontakt@medinetz-ulm.de
+49 1577 0377991

 

weitere Informationen:

Medinetz Ulm im BR-Fernsehen ARD ALPHA: >> Filmbeitrag BR alpha

Medinetz Ulm hat 2015 den Sonderpreis des Landes Baden-Württemberg erhalten – für herausragendes studentisches Engagement.