»Ich bin krank – Wer hilft mir?« Vortrag am 12.7. in der VHS Ulm

»Ich bin krank – Wer hilft mir?« Vortrag am 12.7. in der VHS Ulm

In Kooperation mit der Volkshochschule Ulm

Unter dem Titel »Ich bin krank – Wer hilft mir?« stellen wir am 12.07.2022 um 19 Uhr in einer interaktiven Veranstaltung anonymisierte Fälle von in Ulm lebenden EU-Bürger*innen, von deutschen Staatsangehörigen und allgemein von Menschen ohne Papiere vor, denen der Zugang zur Gesundheitsversorgung in Deutschland verwehrt wird. Der Alltag in der Arbeit der ehrenamtlichen Beratungsstelle »Medinetz Ulm«, für viele jedoch unvorstellbar.

Wir wollen den Geschichten dieser Menschen eine Stimme geben, sie hören, rechtliche Hintergründe erläutern und über Lösungsansätze diskutieren.

Termin: Dienstag, 12.07.2022 | 19:00 Uhr
EinsteinHaus, Club Orange

Sprechstunde findet wieder im DRK-Übernachtungsheim statt!

Wir freuen uns sehr mitteilen zu dürfen, dass unsere Sprechstunde ab dem 11.11.2021 wieder in den Räumen des DRK-Übernachtungsheim stattfinden kann. Wie bisher auch wird die Sprechstunde alle 2 Wochen Donnerstags von 18:30 bis 20 Uhr stattfinden. Der nächste Termin ist am 11.11.2021, alles nähere ist auch hier zu finden. Zur Sprechstunde sollte unbedingt eine Maske mitgebracht werden und bei Erkältungs- bzw. Covidsymptomen sollte vorher bitte telefonisch oder per E-Mail mit uns Kontakt aufgenommen werden!

Wir freuen uns sehr wieder im DRK-Übernachtungsheim vertreten zu sein!

Vortrag des Medinetzes in Kooperation mit dem Haus der Nachhaltigkeit am 28.5.21

Vortrag des Medinetzes in Kooperation mit dem Haus der Nachhaltigkeit am 28.5.21

Am kommenden Freitag, dem 28.5., hält Paul Nickel um 20 Uhr in Kooperation mit dem Haus der Nachhaltigkeit einen Vortrag mit dem Fokus zur rechtlichen Lage in Deutschland. So schrieb die Bundesregierung im 6. UN-Staatenberichtsverfahren: „In Deutschland können sich die Menschen auf eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung verlassen.“. Aus dem Alltag unserer Beratungsstelle wissen wir: Das gilt zwar für die meisten, jedoch bei weitem nicht für alle Menschen in Deutschland. Rechtliche Fallstricke und praktische Hürden diskriminieren Menschen ohne Papiere in der Praxis darin, ihr Grundrecht auf gesundheitliche Versorgung wahrzunehmen. Von Nachhaltigkeit sind wir in diesem Bereich aktuell noch weit entfernt.
Paul Nickel berichtet von der medizinischen Betreuung in der Beratungsstelle des Medinetz Ulm e.V. und schildert die zugrundeliegenden Probleme sowie mögliche Lösungsansätze.

Link zur Veranstaltung:
https://zoom.us/j/98161379740?pwd=TWZFWkFXV0VPckxhZEpuaXNPNkswQT09
Meeting-ID: 981 6137 9740

Kampagnenbündnis fordert: Keine Übermittlungspflicht bei Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus im Gesundheitswesen

Kampagnenbündnis fordert: Keine Übermittlungspflicht bei Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus im Gesundheitswesen

Ohne Angst zum Arzt zu gehen – das ist in Deutschland für Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus nicht möglich. Ein Bündnis von über 60 zivilgesellschaftlichen Organisationen – darunter das Medinetz Ulm e.V, Ärzte der Welt, die Gesellschaft für Freiheitsrechte, Amnesty International, die Diakonie, Pro Asyl, die Arbeiterwohlfahrt, der Dachverband Migrantinnenorganisationen, die Deutsche Aidshilfe, die Seebrücke – fordert mit der Kampagne „GleichBeHandeln“ daher eine Gesetzesänderung.

Die Coronapandemie hat deutlich gemacht, wie wichtig das Recht auf Gesundheitsversorgung ist, sowohl für jeden einzelnen Menschen als auch für die gesamte Gesellschaft. Dieses Recht wird jedoch Hunderttausenden in Deutschland verwehrt. Denn der Paragraph 87 des Aufenthaltsgesetzes verpflichtet das Sozialamt, Personen ohne gültigen Aufenthaltstitel umgehend an die Ausländerbehörde zu melden, wenn sie eine Kostenübernahme für medizinische Leistungen beantragen. Aus der begründeten Angst vor Abschiebung heraus vermeiden es daher Menschen, die teils schon jahrelang in der Mitte unserer Gesellschaft als Nachbar*innen, Kund*innen, Dienstleister*innen und Mitschüler*innen leben, sich ärztlich behandeln zu lassen. Die Folgen: Covid-19-Infektionen werden nicht entdeckt, lebensbedrohliche Erkrankungen bleiben unbehandelt, Schwangere können nicht zur Vorsorgeuntersuchung gehen, Kinder erhalten keine medizinische Grundversorgung.

Die Übermittlungspflicht steht bereits seit vielen Jahren in der Kritik. 2009 wurden Bildungseinrichtungen von der Pflicht, Personen ohne Aufenthaltstitel zu melden ausgenommen, damit Kinder ohne geregelten Aufenthaltsstatus ohne Angst zur Schule gehen können. Nun gilt es, den bestehenden Missstand auch für das Gesundheitswesen zu beseitigen. Das Kampagnenbündnis ist überzeugt: Menschen aus migrationspolitischen Gründen von notwendigen Arztbesuchen abzuhalten, ist inakzeptabel! Auch das Bundesverfassungsgericht hat 2012 entschieden: „Die Menschenwürde ist migrationspolitisch nicht zu relativieren.“

Die Bundesregierung hat sich in verbindlichen internationalen Menschenrechtsverträgen verpflichtet, allen Menschen in Deutschland Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung zu gewährleisten – unabhängig von Einkommen, Herkunft und Aufenthaltsstatus. 2018 hat der UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte die deutsche Politik aufgefordert, das Aufenthaltsgesetz zu ändern, damit auch Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus Gesundheitsdienste in Anspruch nehmen können.

Das Bündnis fordert den Gesetzgeber auf, den Paragraph 87 des Aufenthaltsgesetzes schnellstmöglich zu ändern und ruft alle Parteien auf, sich dafür einzusetzen. Die Petition und weitere Informationen zur Kampagne finden Sie auf www.gleichbehandeln.de.

Zwei spannende Vorträge des Medinetz im Mai: am 11.5. im Club Orange der VHS, am 28.5. im Haus der Nachhaltigkeit

Im Mai gibt es zwei interessante Vorträge vom Medinetz in Ulm:

Am 11.5.
geht es unter dem Titel „Ich bin krank – Wer hilft mir?“ um in Ulm lebende EU-Bürgerinnen und Bürgern, um Menschen ohne Papiere und um deutschen Staatsangehörige, denen der Zugang zur Gesundheitsversorgung in Deutschland verwehrt wird. Wir stellen anonymisierte Fälle aus der Beratungspraxis des Medinetz Ulm vor, erläutern rechtliche Hintergründe und diskutieren über Lösungsansätze. Hier geht es zur Anmeldung zu der Veranstaltung bei der VHS Ulm.

Am 28.5. hält Paul Nickel um 20 Uhr in Kooperation mit dem Haus der Nachhaltigkeit einen Vortrag mit dem Fokus zur rechtlichen Lage in Deutschland. So schrieb die Bundesregierung im 6. UN-Staatenberichtsverfahren: „In Deutschland können sich die Menschen auf eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung verlassen.“. Aus dem Alltag unserer Beratungsstelle wissen wir: Das gilt zwar für die meisten, jedoch bei weitem nicht für alle Menschen in Deutschland. Rechtliche Fallstricke und praktische Hürden diskriminieren Menschen ohne Papiere in der Praxis darin, ihr Grundrecht auf gesundheitliche Versorgung wahrzunehmen. Von Nachhaltigkeit sind wir in diesem Bereich aktuell noch weit entfernt.
Paul Nickel berichtet von der medizinischen Betreuung in der Beratungsstelle des Medinetz Ulm e.V. und schildert die zugrundeliegenden Probleme sowie mögliche Lösungsansätze.

Link zur Veranstaltung:
https://zoom.us/j/98161379740?pwd=TWZFWkFXV0VPckxhZEpuaXNPNkswQT09
Meeting-ID: 981 6137 9740

Sprechstunde beginnt wieder – Übergangsweise in der Münchner Straße 1

Ab kommenden Donnerstag kann die Sprechstunde wieder wie gewohnt von 18:30 – 20 Uhr stattfinden.

Vorübergehend findet die Sprechstunde in den Räumen der Katholischen und Evangelischen
Studentengemeinde Ulm, Münchner Straße 1,  89073 Ulm statt. Diese ist leicht zu erreichen mit der Straßenbahnlinie 1 und Stadtbuslinie 4 (Haltestelle Willy-Brandt-Platz).

Die nächsten Termine / Next consultation hours:

Donnerstag, 25.3., 8.4., 22.4., 6.5., 20.5.2021

 

 

Keine Gesundheitsversorgung für alle? Menschen ohne Papiere in Deutschland – Vortrag im Rahmen des FCLRs am Mittwoch, den 16.12.2020

Keine Gesundheitsversorgung für alle? Menschen ohne Papiere in Deutschland – Vortrag im Rahmen des FCLRs am Mittwoch, den 16.12.2020
„In Deutschland können sich die Menschen auf eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung verlassen.“ Das schrieb zumindest die Bundesregierung im 6. UN-Staatenberichtsverfahren. Aus dem Alltag unserer Beratungsstelle wissen wir: Das gilt zwar für die meisten, jedoch bei weitem nicht für alle Menschen in Deutschland.
Robin Schöttke, ehemaliges Vorstandsmitglied und langjähriges Mitglied des Medinetzes Ulm sowie Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft Gesundheit/Illegalität, wird kommenden Mittwoch bei einem Vortrag im Rahmen des FCLRs mehr dazu berichten. Wir sind schon sehr gespannt!
Mittwoch, 16. Dezember 2020 um 20:00
Meeting-ID: 174 281 0228
Meeting-Passwort: U7Vf8rbuJA5
Keine Gesundheitsversorgung für alle? Menschen ohne Papiere in Deutschland. Vortrag am 16.12.2020 von Robin Schöttke, Medinetz Ulm

Elena Moehrke ist neues Vorstandsmitglied

Nachdem Charlotte Daub aus persönlichen Gründen von Ihrem Vorstandsposten zurückgetreten ist, fand letzte Woche bei der Jahreshauptversammlung des Medinetzes eine Vorstandsnachwahl statt.

Mit überragender Mehrheit wurde Elena Moehrke als ihre Nachfolgerin gewählt und wir freuen uns sehr, dass sie nun tatkräftig Maren Woestmann und Paul Nickel im Vorstand unterstützt!

Elena Moehrke ist neues Vorstandsmitglied.

Die Sprechstunde findet wieder statt!

Nachdem wir coronabedingt längere Zeit unsere Sprechstunde pausieren mussten, freuen wir uns, dass ab nächstem Donnerstag, den 16.7., die Sprechstunde wieder stattfinden kann.

Sie findet ab jetzt wieder wie gewohnt jeden 2. Donnerstag von 18:30 – 20:00 Uhr im Sprechstundenzimmer des Deutschen Roten Kreuzes statt. Bitte mit möglichst wenig Begleitpersonen und mit Maske kommen!

Die nächsten Termine sind am 16.7., 30.7., 13.8., 27.8., 10.9., 24.9.2020 .